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— Wissen · 3. November 2026 · ca. 3 Min. Lesezeit

Ein­familien­haus versichern: Checkliste der wichtigsten Policen

Wer ein Haus kauft oder baut, trifft in kurzer Zeit viele Entscheidungen. Die Absicherung rutscht dabei leicht nach hinten, obwohl sie schon während des Baus und ab dem Tag der Übergabe wichtig ist. Diese Checkliste zeigt, welche Policen rund ums Haus eine Rolle spielen und worauf Sie jeweils achten sollten, wenn Sie ein Ein­familien­haus versichern möchten.

1. Wohn­gebäude­versicherung

Sie ist die Basis. Die Wohn­gebäude­versicherung schützt das Gebäude gegen Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel. Damit sie im Ernstfall nicht zu knapp ausfällt, entscheidet vor allem der Versicherungswert. Eine Unter­versicherung kann dazu führen, dass der Versicherer nur anteilig zahlt. Viele Tarife arbeiten mit einer Wertanpassung, damit die Summe mit den Baukosten mitwächst.

Geben Sie die Wohnfläche und die Ausstattung korrekt an. Garage, Nebengebäude, Terrasse, Zaun und Außenanlagen sind nicht in jedem Tarif automatisch enthalten. Auch Photovoltaik und Wärmepumpen gehören zur Besprechung, ebenso Gebäudeteile wie Wintergarten oder Carport.

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2. Elementar­schäden

3. Hausrat­versicherung

Die Hausrat­versicherung deckt das bewegliche Inventar: Möbel, Kleidung, Elektronik. Wie bei der Gebäude­versicherung kommt es auf die richtige Versicherungs­summe an. Prüfen Sie Zusatzbausteine wie Fahrraddiebstahl, Überspannungs­schäden und Wertsachen sowie die Grenzen für Schmuck und Bargeld. Nach einem Umzug oder größeren Anschaffungen sollten Sie die Summe anpassen.

4. Haftpflicht, Bauphase und Eigentümer.

Die private Haftpflicht deckt in der Regel auch die Haus- und Grund­besitzer­haft­pflicht für das selbst bewohnte Ein­familien­haus. Wird das Haus vermietet oder zum Teil gewerblich genutzt, gelten oft andere Regeln. Wer baut, sollte zusätzlich die Bauherren­haftpflicht klären, denn Bauunternehmer decken nicht automatisch alle Risiken des Bauherrn ab.

Während des Baus kommt häufig eine Bauleistungs­versicherung in Frage, die unvorhergesehen eintretende Schäden am entstehenden Gebäude abdecken kann, etwa durch Unwetter, Vandalismus oder, abhängig von den Bedingungen, Folgeschäden aus Planungs-, Material- oder Ausführungsfehlern. Die Beseitigung des Mangels selbst ist regelmäßig nicht versichert. Die Feuerrohbau­versicherung sichert den Rohbau gegen Feuer; sie wird oft in Verbindung mit der späteren Gebäude­versicherung angeboten.

5. Persönliche Absicherung nicht vergessen.

Ein Haus ist häufig mit einem Darlehen finanziert. Fällt das Einkommen weg, wird es eng. Eine Berufs­unfähig­keits­versicherung sichert das Einkommen, eine Risiko­lebens­versicherung die Familie im Todesfall. Auch der Rechtsschutz für Eigentümer kann bei Nachbarschaftsstreit, Baumängeln oder Verträgen mit Handwerkern relevant werden; Wartezeiten und Ausschlüsse für bereits laufende Streitigkeiten sollten Sie vorher kennen.

Obliegenheiten, die schnell vergessen werden.

  • Leerstand oder längere Abwesenheit im Winter: Wasser absperren oder die Heizung kontrollieren lassen.
  • Sicherheitsvorschriften, die im Vertrag vereinbart sind, einhalten.
  • Umbauten, Anbauten oder eine neue Heizung dem Versicherer mitteilen.
  • Schäden unverzüglich melden und Beschädigtes bis zur Besichtigung möglichst unverändert lassen.

Wann die Checkliste erneut zur Hand genommen werden sollte

Eine Absicherung ist nie endgültig fertig. Nach größeren Umbauten, dem Einbau einer Solaranlage, einem Anbau oder einer Modernisierung der Heizung sollten Sie die Versicherungs­summe der Wohn­gebäude­versicherung prüfen. Dasselbe gilt, wenn sich die Nutzung ändert, etwa durch eine Einlieger­wohnung oder ein Homeoffice mit Kundenverkehr.

Auch Veränderungen der Familien­situation spielen eine Rolle. Kinder, eine Trennung oder ein Erbfall verändern, wer wie abgesichert sein soll. Wer die Verträge alle paar Jahre durchsieht, vermeidet, dass sich Lücken unbemerkt aufbauen.

Dazu gehört auch die Frage, ob alte Verträge noch zum Gebäude passen. Ältere Tarife enthalten manchmal Bausteine nicht, die heute üblich sind, etwa Schäden durch Überspannung, Ableitungsrohre außerhalb des Gebäudes oder grobe Fahrlässigkeit. Ein Wechsel muss nicht nötig sein, aber ein Vergleich der Bedingungen zeigt, wo Handlungsbedarf besteht.

Hilfreich ist zudem eine einfache Unterlagenmappe: Policen, Rechnungen größerer Anschaffungen, Fotos der Räume und eine Liste mit Seriennummern wertvoller Geräte. Im Schadenfall verkürzt das die Abwicklung erheblich, weil Sie Vorhandenes und dessen Wert belegen können. Legen Sie eine Kopie getrennt vom Haus ab, etwa digital.

Nach dem Einzug bietet sich ein Termin an, bei dem alle Policen nebeneinandergelegt werden. So lassen sich Lücken und Doppelungen erkennen, bevor etwas passiert. Als freier Makler begleiten wir Sie dabei gern persönlich und ohne Zeitdruck.

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